Wie viel Chemie steckt in deiner Unterhose?

Weiße Wäsche

Kein anderes Kleidungsstück tragen wir so nah an der empfindlichsten Stelle des Körpers wie die Unterhose. Vielen Frauen ist dennoch nicht bewusst, was an ihrer Lieblingsunterwäsche problematisch ist.

Hallo Chemie und Pestizide in der Unterhose!

Frau in schwarzem Bioslip mit Erdbeere

Gerade an Tagen wie dem Valentinstag – eigentlich dem Tag der Liebe – werden beispielsweise tonnenweise Dessous gekauft. Chemie und Kunststoff bringt aber kaum jemand damit in Verbindung. Fakt ist jedoch, dass der Großteil konventioneller Wäsche aus Materialien besteht, die sogar gesundheitsbedenklich sein können. Grund genug um auf Unterwäsche aus Bio-Baumwolle umzusteigen, denn auch bio ist sexy! Ganz klar: Weiße Wäsche ist eine Frage der Einstellung, nicht des Geschmacks! Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, woraus deine Unterwäsche besteht?

Frau in schwarzem Bioslip mit Erdbeere

​Ob weiß, schwarz, bunt, Blümchen, Spitze oder Basics: Färbemittel und ökologisch bedenkliche Materialien in Unterwäsche sind nach wie vor ein Problem in der gesamten Unterwäsche-Industrie. Doch womit kommt meine empfindlichste Körperstelle nun wirklich Tag für Tag in Berührung?​

Überblick über bedenkliche Inhaltsstoffe in Unterwäsche

  • Synthetik: Ein Großteil der im Handel erhältlichen Dessous besteht aus Synthetik. Neben zinnorganischen Verbindungen wurde bei Tests wie Ökotest bei synthetischen BHs auch Diethylhexylphthalat gefunden, ein Stoff der dafür sorgt, dass Kunststoffe geschmeidig bleiben.
  • Pestizide und Insektizide: Laut Greenpeace werden in der Baumwollproduktion 10% der weltweiten Pestizide und 25% aller Insektizide eingesetzt. Das hat nicht nur Auswirkungen auf unseren Körper, sondern ist besonders für Menschen in den Anbaugebieten ein großes Gesundheitsrisiko.
  • Färbemittel: Ökotest hat bereits 2009 herausgefunden, dass in sechs von 25 getesteten BH-Modellen Farbstoffe gefunden wurden, die in Verdacht stehen, Krebs zu fördern.
  • Weichmacher & Co.: Greenpeace fand 2012 bei einem Test von über 140 Textilien giftige Chemikalien: 63% der getesteten Teile enthielten Nonylphenolethoxylate (NPE). Phthalate (Weichmacher) wurden in allen Proben mit Plastisol-Aufdruck gefunden. Besonders bedenklich ist, dass einer der Artikel mit den höchsten Phthalat-Konzentrationen von einer international bekannten Unterwäsche-Marke stammt.

„Der erdbeerwoche-Wohlfühlsip: für mich die bequemste Unterhose auf der ganzen Welt"

- Linda J.
Wohlfühlunterwäsche aus 100% Bio-Baumwolle
Wohlfühlunterwäsche aus 100% Bio-Baumwolle
frau mit bio tampons
- Bettina von der erdbeerwoche

Frauensolidarität fängt im Kleiderschrank an! Die Baumwolle unserer Slips stammt aus biologischem Anbau und ist Fairtrade zertifiziert! 

Ökologisch und sozial unverträglich

Nicht nur die Unterwäsche selbst, sondern auch die Herstellung hat Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Der bereits 2008 erschienene Film „more than pretty knickers“ von Verity White zeigt, wie schmutzig das Dessousgeschäft ist: Die Produktion eines einzigen Slips setzt demnach bis zu 18 Kilogramm klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) frei, bis zu 20.000 Liter Wasser sind nötig, um ein einziges Kilo Baumwolle zu gewinnen.

Faire Arbeitsbedingungen?​

Auch die Entlohnung in der Unterwäscheindustrie ist mehr als dürftig: Im Schnitt wird nicht mehr als ein Cent pro Unterhose bezahlt. Die schrecklichen Arbeitsbedingungen in der Textilbranche zeigten ihren Höhepunkt im Jahr 2013: Damals sind über 600 Menschen beim Einsturz einer Textilproduktionsfabrik in Bangladesch ums Leben gekommen. Fast täglich erreichen uns neue solcher Schreckensmeldungen über die katastrophalen Zustände in der konventionellen Textilproduktion. Ein Umdenken lohnt sich.

Für ein gutes Klima unter der Gürtellinie

Hautirritationen und Intiminfektionen sind für 10-30% aller Frauen ein chronisches und unangenehmes Problem. Zu enge Slips oder Tangas aus Synthetik können das Problem leider noch verstärken, da durch Wärme und Feuchtigkeit Bakterien und Pilzinfektionen wie Scheidenpilz begünstigt werden. Beim Tragen zu enger Unterwäsche kann die Scheidenflüssigkeit nämlich nicht richtig abfließen und die Wahrscheinlichkeit, an einer Pilzinfektion zu erkranken, steigt. Wer gern als zusätzlichen Wäscheschutz Slipeinlagen trägt, sollte auf Alternativen aus Biobaumwolle ohne Plastik umsteigen, um Hautirritationen zu vermeiden.

Von den Rohstoffen und bis zur Produktion – haben wir auf soziale und ökologisch verträgliche Kriterien geachtet.
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Quellen:

ORF

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